Neophytenbekämpfung Plaun da Foppas
Dritter Neophyten-Einsatz 2026
Am Samstag, 25. Juli 2026, trafen sich frühmorgens bei sonnigem Wetter und bester Stimmung zwölf freiwillige Helferinnen und Helfer zum dritten und letzten Neophyten-Einsatz dieses Jahres.
Das drüsige Springkraut stand bereits in Blüte, hatte jedoch glücklicherweise noch keine Samenkapseln ausgebildet. Dadurch konnte die Pflanze entfernt werden, bevor sie ihre Samen verbreitete. An den bereits in den vergangenen Einsätzen bearbeiteten Stellen – insbesondere rund um die Biotope – zeigte sich der Erfolg der bisherigen Arbeit deutlich: Dort war der Bestand des drüsigen Springkrauts bereits erheblich kleiner als noch zu Beginn der Saison. Da die Biotope in diesem Jahr ungewöhnlich trocken waren, konnten zudem Bereiche bearbeitet werden, die sonst nur schwer zugänglich sind.
Der Schwerpunkt des letzten Einsatzes lag entlang des Baches. Dort wuchs ein dichter Bestand besonders kräftiger und hochgewachsener Springkräuter. Das invasive Gewächs ist auf feuchte Standorte angewiesen, da sein flaches Wurzelsystem Trockenheit schlecht verträgt. Deshalb besiedelt es bevorzugt Bachläufe und andere feuchte Gebiete. Der Grössenunterschied zu den Pflanzen in den übrigen bearbeiteten Bereichen war eindrücklich und sorgte sogar für einen kleinen Wettbewerb unter den Helfenden: Wer findet die grösste Pflanze?
Erfreulich ist, dass wir im Vergleich zum vergangenen Jahr auf dem uns zugeteilten Perimeter deutlich weiter vorgedrungen sind. Das stimmt uns zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr gelingen wird, den Bestand des drüsigen Springkrauts am Plaun da Foppas weiter einzudämmen.
In den vergangenen zwei Jahren konnten wir nicht nur wertvolle Erfahrungen im Umgang mit invasiven Neophyten sammeln, sondern auch zahlreiche Fragen klären. Unsere Erkenntnisse wurden sorgfältig dokumentiert und mit Fotos festgehalten.
Während der Arbeiten zeigte sich jedoch auch, dass die Pflanze nicht ausschliesslich negative Eigenschaften besitzt. So beobachteten zwei Teilnehmende, dass Bienen die grossen, nektarreichen Blüten intensiv besuchten. Dies verdeutlicht, dass invasive Arten durchaus auch ökologisch genutzt werden können – ihre negativen Auswirkungen auf die einheimische Flora überwiegen jedoch deutlich.
Zum Abschluss des Arbeitseinsatzes wurde der Anhänger der Gemeinde Ilanz mit insgesamt 120 randvoll gefüllten Entsorgungssäcken beladen. Für den Abtransport waren wohl zwei Fahrten erforderlich – ein eindrückliches Zeichen für den grossen Arbeitseinsatz aller Beteiligten.
Bei einem gemütlichen Ausklang mit einem kleinen Imbiss und einer Tasse Kaffee liessen die Helferinnen und Helfer den erfolgreichen Einsatztag gemeinsam ausklingen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Freiwilligen für ihren grossartigen Einsatz, ihr Engagement und ihren wertvollen Beitrag zum Schutz der einheimischen Natur.